Nanu, was sind denn das für Gestalten, ist die farbenprächtige Variante des Ku-Klux-Klan in Quito aufgetaucht?
Nein, natürlich nicht. Das ist die Karfreitagsprozession. Und wenn ihr euch heute über die besondere Qualität der Bilder wundert, so liegt das daran, dass die Bilder diesmal nicht von mir
aufgenommen wurden. Vielmehr bin ich der freundlichen Einladung einer jungen Dame gefolgt, die von Beruf Fotografin ist. Also habe ich ihr kurzerhand meine IXUS in die Hand gedrückt. Jetzt habe
ich zahlreiche Bilder, die ich so selbst nie hinbekommen hätte.
Auf der Prozession ging es sehr farbenfroh und bunt gewandet zu. Es gab Römer,
Musikanten,
Zipfelmützen,
für diejenigen, die eine grössere Sünde zu sühnen haben, gab es Kreuzbalken auf die Schultern,
oder schwere Ketten an die Füsse,
manche davon zu schwer, um sie nur mit den Füssen allein zu schleppen,
die allerschwersten Sünder allerdings schleppen ganze Kreuze.
Die Kreuze sind aus massivem Holz. Unglaublich schwer. Wir standen relativ am Beginn der Prozession, vielleicht eine halbe Stunde nach dem Startpunkt. Insgesamt dauert die Prozession fünf
Stunden. Dieses "Team" musste bei uns schon kräftig kämpfen. Und man mag sich kaum vorstellen, wie k.o. die dann zum Schluss hin sind. Echt keine Show, sondern echte Sühne.
Was für eine Sünde allerdings dieser Kollege auf sich geladen hat, bleib ungeklärt. Seine Selbstkasteiung jedenfalls war besonders beeindruckend.
Dann war leider die Batterie meiner IXUS leer und wir(?) konnten keine weiteren Bilder machen. Deshalb könnt ihr die, hinter den Sündern getragenen, Jesusstatuen in allen Grössen und Formen nicht
sehen.
Nochmal ein ganz herzlicher Dank an meine Fotografin Carolina.
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