Montag, 18. februar 2008
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... oder wie 25 Moskitostiche jucken!
Gestern morgen hat mich meine Kollegin Soraya abgeholt, um eine Mountainbiketour zu machen. Obwohl ich noch einen ziemlichen Schädel hatte, denn am Abend zuvor war ich ziemlich lange mit Marco
aus und wir hatten schwer getankt, bin ich dank Dusche und Frühstück mit Coke Zero ganz gut in den Tag gestartet. Wir sind dann mit dem Auto nach Cumbaya gefahren, dort wohnt Soraya mit ihrer
Familie und vor allem beginnt dort El Chaquinan, eine ehemalige Bahnstrecke, die zu einem Radweg umgebaut wurde und die wir in Angriff genommen haben.
Da ich hier ja leider kein Rad habe, hab ich mich gefreut, dass Soraya mir ein Rad leihen konnte, das auch ganz gut gerollt ist, obwohl es mir etwas zu klein war. Sie
ist dann garnicht mitgefahren, wohl aber ihr Mann, ihre Tochter und ihr Bruder. Noch kurz umgezogen - und schon ging es los. Am Anfang der Strecke gibt es eine Tafel, die einem
den Streckenverlauf zeigt.
Neben dem Schild durchfährt dann ein Tor und dahinter fängt die Strecke an.
Man sieht an einigen Stellen noch die ehemals genutzen Schienen der Schmalspurbahn. Ach, hat sich das toll angefühlt, nach etlichen Wochen endlich mal wieder im Sattel zu sitzen. Nach ein paar
Kilometern mit viel auf und ab haben wir an einem Saftstand pausiert. Statt den excellenten Saft (Orange mit Karotte) zu fotografieren habe ich lieber den Blick rüber Richtung Quito vor
die Linse genommen. Die grösseren Gebäude auf der oberen Geländestufe gehören zu Quito, die Gebäude darunter gehören zu Cumbaya (Ich gebe zu, dass das auf diesem Foto nicht allzu gut zu erkennen
ist).
Dann ging es weiter und nachdem es bislang immer etwas bergab und bergauf ging, sind wir nun in einen Canyon gefahren, den ein Fluss hier ins Sediment geschnitten hat. eine
Geländestufe von etwa 150 Höhenmetern.
Die Strecke ist wirklich in einem guten Zustand: sehr kleiner und gut verdichteter Schotter, bestens zu fahren.
Weiter ging es bergab und zwischendurch immer wieder tolle Ausblicke in den Canyon.
Unten angekommen haben wir eine kurze Rast gemacht, fleissig Wasser getrunken, denn obwohl das Wetter nicht so toll war, hat man aufgrund der Höhe einen extrem hohen Flüssigkeitsbedarf. Und während
des Verschnaufens habe ich die wunderschöne Landschaft bewundert. Flussaufwärts
und flussabwärts
Wir sind dann umgekehrt, der Weg geht allerdings noch weiter, das werde ich demnächst mal ausprobieren, da gibt ein paar unbeleuchtete Tunnel zu durchqueren - hört sich gut an. Wir aber, wie
gesagt, haben uns auf den Rückweg gemacht und das hiess in diesem Fall erstmal wieder aus dem Canyon hochfahren. Ich war gespannt wie eine Flitzebogen, wie mir die Anstrengung in der Höhe wohl
bekommt. Seit zwei Wochen laufe ich wieder und nach zunächst sehr ernüchternden Erlebnissen, klappt das inzwischen deutlich besser. Und auch jetzt bergauf ging es ganz gut. Langsam gewöhne ich mich
an die Höhe. Da es sich um eine ehemalige Bahnstrecke handelt, ist die Steigung aber auch eher moderat. Zwischendurch ist die Strecke richtig in den Fels eingeschnitten. Hier kommt gerade Sorayas
Mann Alvaro angeradelt.
Zurück in Cumbaya habe ich noch einen, allerdings viel kleineren, Canyon entdeckt, der mitten durch den Ort führt.
Wir sind dann zum Haus von Soraya und ihrer Familie gefahren, wo ich noch mit einem ecuadorianischem Essen verwöhnt wurde (nein, auch hier war noch kein Meerschwein auf dem Teller, aber
ganz bald werde ich es versuchen). Als Vorspeise gab es Empanadas mit scharfer Soße und wenn ich scharf schreibe, dann meine ich sehr, sehr scharf. Dann gab es gebackenen Trucha (das ist ein Fisch
ähnlich wie Lachs nur kleiner) mit Reis (was für eine Überraschung) und Kartoffeln mit einer Käsesoße. Zum Nachtisch dann noch Kuchen. Das war echt lecker und die auf der Radtour verbrauchten
Kalorien waren dann auch wieder reichlich ausgeglichen.
Bleibt das Remumee:
1. Mannomann, sind die Leute hier nett und gastfreundlich.
2. Ich brauche dringend ein Rad hier, damit ich sowas öfters machen kann. Es hat sich so toll angefühlt mal wieder auf dem Rad zu sitzen und was anderes zu sehen als immer nur Quito.
3. Ich hätte nicht gedcht, dass 25 Moskitostiche so jucken können.
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