Da ich das lange Karnevalswochenende vollstendig in Quito verbracht habe, bin ich durch die Gegend gestromert und habe mich etwas besser mit meiner Umgebung vertraut gemacht. Also habe ich mich
auf einen Spaziergang in das Touriviertel Marsical Sucre, von den einheimischen liebevoll(?) Gringolandia genannt, begeben. Im Internet habe ich ueber den taeglich stattfindenden Markt mit
Touriramsch gelesen. Bezueglich der Preise hiess es dort: "Depending on how gringo you look, prices can change", soviel zum Leben als Gringo. Arturo hat es so ausgedrueckt, wenn man hier so
aussieht wie Du, dann bist Du eine Dollarnote auf zwei Beinen. Und ich bin im Vergleich zu den zahllosen amerikanischen, fettleibigen Rucksacktouristinnen noch lange nicht das Ende der
Fahnenstange.
Genug davon und auf zum Spaziergang. Der startete natuerlich an meinem Haus, das so aussieht.
Ich wohne im 5. OG. Die Strasse selbst sieht so aus. Mein Haus ist auf der linken Seite.
Dann kommt die Querstrasse, die ist deutlich groesser und schoen mit Palmen bepflanzt.
Normalerweise ist da jede Menge Verkehr, abe am WE ist es ruhig. In der Woche jedoch fahren die auf 3-4 Spuren obwohl nur zwei markiert sind. Die machen Laerm, streiten sich und vor allem gibt es viel Gestank. Freitags hat sich der ganze Gestank dann akkumuliert und abends fuehlt man sich, als haette man 10 Zigaretten geraucht.
Zum Glueck gibt es direkt bei mir den Parque Caroliina. Ein grosser Park (knapp 2 km lang und 500m breit), der am Wochenende stramm voll ist mit Erholungssuchenden. st Daunter ich, wenn ich
laufen gehe. Sobald es dunkel wird, geht man besser nicht dahin. Sont kann es passieren, dass man den Heimweg ohne Laufklamotten antreten muss - und das sieht auch nicht schoen aus. Egal, es war
ja hell und der Eingang des Parks sieht dann so aus.
Im Hintergrund seht man den Pinchincha, das is der Hausberg hier (4794 Meter hoch), ein aktiver Vulkan mt zwei Kratern direkt im Westen der Stadt. Zuletzt hat er 1999 die Stadt mit einem
dicken Ascheteppich eingekleidet. Wie bislang immer, seit ich hier bin, ist der Gipfel in Wolken gehuellt. Dann bin ich weiter Richtung Gringolandia gegangen und hab noch diesen Blick auf den
Pinchincha erheischen koennen.
Immer noch in Wolken, aber man kann sich ganz gut vorstellen, wie hoch diese Berge sind. Ausserdem sieht man schoen, wie sich die Randgebiete Quitos die Haenge hochziehen. Im Jahre 1802 war
auch schon Alexander voon Humbold oben und hat dort Vermessungen durchgefuehrt.
Dann, in Gringolandia angekommen, hab ich mich erstmal zur Plaza Foch begeben. Das ist ein Platz, an dem es besonders viele Kneipen und Restaurants gibt. Obwohl es Karneval war, war aber eher
tote Hose angesagt.
Mir war's gerade recht und ich hab mich XOCOS niedergelassen. Eine Bar, die etliche verschiedene Schokladenspzereien anbietet, zum Trinken oder zum Essen. Als ich schonmal da war, hab ich eine
heisse Schokolade mit Kaese bestellt, war ausgesprochen lecker. Diesmal gab es Chocolate con Churros.
Churros sind langegogenes Gebaeck, es ist suess und fettig. Man tunkt es in Schokosirup oder i die Trinkschokolade. Sehr lecker. Dummerweise hatte ich nur eine 5$ Note dabei. Das Ding hat 2,69 $
gekostet. Das hat mich mit einem Problem konfroniert, dem man hier staendig begegnet. Es gibt einen echten Mangel an Kleingeld. Also musste die Kellnerin abschwiren und den 5er irgendwo tauschen.
Hat sie auch geschafft. Dann ging es weiter. Vorbai an disem huebschen Gebaeude.
Da ist auch ein Restaurant drin, das muss ich mal ausprobieren. Dann mein Ziel: das Papaya.net. So sieht es also aus.
Es war proppenvoll dadrin, aber ich hatte einen ganz phantastischen Brownie.
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