Samstag, 26. januar 2008 6 26 /01 /2008 17:33
Nach einer Woche in Quito moechte ich mich zuerst bedanken, dass ihr meinen Blog lest, Kommentare schreibt und mir auch fleissig mailt. Ich freue mich wirklich ueber jede Nachricht. VIELEN DANK dafuer.
 
Eine Woche Arbeit und eine Woche voller Eindruecke und Erlebnisse.

Ausser mir sind hier noch vier Mexikaner und ein Argentinier als Entsendete in der Firma. Die Mexikaner scheinen ein besonders lebhaftes Gemuet zu haben (Phil hatte mich gewarnt). Besonders Arturo ist ausgesprochen unternehmungslustig und so werden wir morgen zum Mittelpunkt der Welt fahren.

Mein Gepaeck habe ich noch immer nicht. Ich bin froh, dass in der Tasche nichts ist, was ich dringend brauche. Obwohl ich schon gerne ab und zu laufen wuerde und auch ein Fitnessstudio habe ich mittlerweile ausgemacht. Aber ohne Sportsachen wird das nix. Nach der ersten Rueckmeldung des Anwalts bin auch nicht besonders zuversichtlich, dass das ohne Zahlung einer Gefaelligkeit klappt. Im Buero gibt es Dagmar, ihr Vater ist Deutscher aber sie hat immer in Quito gelebt. Sie hat von der Geschichte gehoert, hat mich dazu befragt und ihr Kommentar war: "Willkommen in Ecuador!"

Heute morgen habe ich Fernando kennen gelernt. Fernando ist ein Freund unseres CIOs und spricht ein paar Brocken Deutsch, kein Englisch. Er hat zwei Sprachschulen, ein Restaurant und ist Politiker. Naja, er hat mir alles gezeigt, insbesondere die Sprachschulen. Da kommen vorwiegend Briten und Amis hin und lernen zwei oder mehr Wochen Spanisch, taeglich vier Stunden und den Rest des Tages schauen sie sich alles an. Zu den Sprachschulen gehoert dann jeweils noch ein Hostel, wo die Lernenden wohnen koennen. Ich werde ab Monatg dreimal pro Woche abends zu ihm kommen und mich unterrichten lassen - Einzelstunden.

Es wird auch dringend Zeit, dass ich lerne, denn im Buero ist es ganz schoen schwierig. Die meisten sprechen etwas Englisch. Aber die Meetings sind auf Spanisch. Inzwischen kann ich zwar das ein oder andere verstehen aber, wenn die anfangen zu diskutieren, verstehe ich nichts mehr.

Am Montag starte ich mit einem neuen Projekt, weil das fuer das ich eigentlich hierher kam,  erstmal verschoben wurde. Das neue Projekt betrifft sowohl IT als auch Netzwerk und ich werde wohl viel mit Nokia USA zu tun haben. So ist das Sprachproblem schon etwas gelindert.

Zu meiner Wohnung: sie ist nett aber laut. Hier in Quito ist alles laut und so weiss ich nicht, ob es Sinn macht, sich um etwas anderes zu bemuehen. Sie liegt in der Einflugschneise zum Flughafen und ich habe schon eine nette Sammlung von Flugzeugfotos (sobals ich Fotos hochladen kann, koennt ihr sie bewundern) gemacht. Ausserdem wird nebenan gebaut - am Wochenende wird nicht gebaut. Dafuer liegt sie direkt am Parque La Carolina und nur wenige Minuten vom Buero. Mal sehen, was ich damit mache.

Die Hoehenlage von Quito vertrage ich ohne Probleme, keine Kopfschmerzen, kein Schwindel. Manche sagen, sie haben in den ersten Tagen Probleme mit dem Essen aufgrund der Hoehe, aber bei mir ist alles o.k.. Nur wenn ich Treppen steige, komme ich schneller ausser Atem als ich das sonst gewohnt bin.
von Wolfram
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